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Nur wenige andere Spiele bereiteten dieses Jahr so viel Vorfreude wie 'Assassin's Creed 3'. Nach sehr erfolgreichen und überaus gelungenen Vorgängern waren die Erwartungen natürlich überaus hoch. Auch aus dem Grund, dass nun das altehrwürdige Europa erstmals verlassen wird. Nachdem im ersten Teil der Dritte Kreuzzug themagebend war, durchlebte man in den drei Spielen welche den zweiten Teil formten, Italien und Konstantinopel in der Renaissance. Alles antike Städte und Orte, welche durch geschichtliche Sehenswürdigkeiten von unnahbarer Schönheit in voller Pracht zu glänzen wussten.

Nun führt die Reise ins Amerika während der Revolution und anschliessend mitten in den Unabhängigkeitskrieg, welcher sich zwischen 1775 und 1783 an der Ostküste Nordamerikas abspielte. Die Geschichte beginnt jedoch in England, mit einer anschliessenden Überseefahrt nach Boston. Hier erledigt man einige Aufträge, bevor man nach rund einem Fünftel des Spiels in die Rolle des Indianerjungen Ratohnhakéton schlüpft. Er ist halb-englisch-, halb-indianisch-stämmig, wird im Verlaufe des Spiels zum Assassinen ausgebildet um danach auf der Seite zu kämpfen, welche das Gedankengut der Assassinen (Freiheit) teilt - somit auf der Seite der Amerikaner.



Wie bereits in vorherigen Teilen trifft man wieder auf viele geschichtliche Grössen, darunter George Washington, Benjamin Franklin oder Thomas Jefferson. Als begehbare Städte stehen dem Spieler Boston und New York zur Verfügung, welche optisch eine Wucht sind. Es herrscht so viel Leben in den Strassen, man entdeckt so vieles. Da es sich aber zu dieser Zeit mehrheitlich noch um Kolonialbauten handelt, darf man keine epischen Bauwerke wie in den Vorgängern erwarten, sowie auch keine grosse Vielfalt an Gebäuden. Aber dass die Entstehungsgeschichte der USA irgendwann in einem 'Assassin's Creed'-Spiel abgehandelt wird, damit war zu rechnen. Zumindest hat sich Gameplay-mässig einiges getan. So sind die Nahkämpfe viel spektakulärer ausgefallen. Wildes Klicken auf die Blocken-/und Konter-Tasten verhilft nun nicht mehr zum Sieg - Taktik und Timing sind gefragt. Aber auch sonst hat sich einiges getan: Neu sind Marinemissionen möglich, in denen man die Kontrolle über ein stattliches Schiff übernimmt und in Seeschlachten zieht. Hier wurde der Mix von Taktik und Action ideal getroffen - noch nie war ein Schiff zu steuern so spassig und gleichzeitig authentisch. Zwischen Boston und New York findet sich zudem ein riesiges Grenzland, indem auch gejagt werden kann. Spurensuche, Anschleichen, Fallen stellen - viele Möglichkeiten stehen hier dem Spieler zur Verfügung. Sogar eine Siedlung lässt sich errichten und zum eigenen Vorteil nutzen.



Letztendlich ist der Fokus aber ganz klar auf die Story gelegt, die bisher stärkste aller 'Assassin's Creed'-Teile, was aber dem Spiel letztendlich auch zum Verhängnis wird. Man hat zig Möglichkeiten in 'Assassin's Creed 3', aber motiviert diese zu nutzen wird man selten. Braucht man irgendwo diesen neuen Wurfpfeil einzusetzen? Nein. Muss man Jagen um über die Runden zu kommen? Nein. Man wird nicht einmal motiviert neue Waffen erwerben, da sie Story dermassen schnell vorangeht dass diese Überlegung gar nie aufkommt. Auch verliert Geld an Bedeutung, da man es schlichtweg nie braucht. Zusammengefasst bietet 'Assassin's Creed 3' eine ganz tolle und spannende Story und enthält unglaublich Vieles was zu entdecken ist - es wird dem Spieler aber leider zu wenig „unter die Nase gerieben“. So werden sich die einen nach dem Durchspielen noch stundenlang mit dem Spiel verweilen, die anderen warten aber bereits jetzt gespannt auf den nächsten Ableger.


Genre: Action-Adventure
Plattformen: Xbox360, PS3, PC
Release: 26. Oktober 2012
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Ubisoft


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Herzlichen Dank an Ubisoft für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
16. November 2012

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