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Dustwalker
von
Sandra Sciberras
 

"Schwache Figuren, schlechte Dialoge und damit ein sehr bescheiden realisierter Alien-Horrorfilm"

 
Release: 31. August 2021
 
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Inhalt
Ein ausserirdisches Raumschiff landet in einer abgelegenen Stadt mitten in der australischen Wüste. Der geschützte Inhalt der Raumkapsel wird jedoch beschädigt, wodurch ein heimtückischer Parasit freigesetzt wird, der von den Hirnen aller Lebewesen, einschließlich des Menschen, Besitz ergreift und sie unnatürlich stark und gewalttätig macht. Sergeant Joanne Sharp (Jolene Anderson) und ihre Freunde stellen sich einem unberechenbaren Gegner, der unaufhaltsam und übermächtig scheint...
 
Originaltitel Dustwalker
Produktionsjahr 2019
Genre Horror
Laufzeit

ca. 95 Minuten

Altersfreigabe ab 16 Jahren
Regie Sandra Sciberras
Darsteller Jolene Anderson, Stef Dawson, Richard Davies, Cassandra Magrath, Talina Naviede
     
Kritik
Nach ihren ersten zwei Filmen auf dem Regiestuhl, widmete sich die australische Filmemacherin Sandra Sciberras ('Caterpillar Wish') ab 2007 vorwiegend dem Produzieren von Kurzfilmen als Supervising Producer. 2019 verspürte sie aber offenbar wieder den Drang, einen Kinofilm zu drehen und präsentierte mit 'Dustwalker' ihren insgesamt vierten Film als Regisseurin. Das Besondere daran: Es handelt sich erstmals um einen Horrorfilm, nachdem ihre ersten drei Filme mehrheitlich dem Drama-Genre zuzuordnen waren. Natürlich schrieb Sciberras auch das Drehbuch wieder selbst, wie schon bei ihren anderen drei Filmen, und liess sich ohne Horror-Genre-Erfahrung auch nicht von einem Co-Autor helfen - dies merkt man dann leider auch beim Endergebnis. Das Ganze fängt bei 'Dustwalker' schon bei der Story-Prämisse an: Ein Alien kommt auf die Erde und steckt Menschen mit einem Virus an, die dann zu gewalttätigen Zombies werden. Ganz ehrlich: Es braucht ungemein viel Mut, sich mit einem derart ausgelaugten Plot ins riesige und hart umkämpfte Horrorfilm-Genre zu wagen. Hinsichtlich diesem Plot gibt es schon so viele sehr gute Referenz-Filme, dass man eigentlich nur verlieren kann, wenn man seinem eigenen Film nicht eine gewisse Prise Extravaganz und Innovation verpasst. Doch diese persönliche Note spürt man in 'Dustwalker' fast gar nicht. Der Spannungsaufbau ist zwar gar nicht mal so schlecht gelungen und auch die Kamerafahrten und gewisse Scare Jumps wissen zu gefallen. Doch das "Herz" des Filmes fehlt und dazu trägt vor allem die sehr schwache Figurenzeichnung sowie die teils peinlichen Dialoge bei. Kurzum: Alle Charaktere sind quasi ersetzbar und strahlen weder Charisma noch Persönlichkeit aus. Jolene Anderson will zwar als Sergeant Joanne Sharp hin und wieder einen "Strong Woman"-Stempel setzen, doch ihre Figur wirkt leider zu Beginn weg viel zu befehlerisch und unsympathisch. Nun gut, wenn Charaktere und Dialoge den Film nicht prägen, tut es vielleicht die Action? Fehlanzeige. Die Zombieeffekte sind zwar ganz solide gelungen, doch die CGI-Effekte des Aliens sind keineswegs zeitgemäss. Klar, das Budget war natürlich im Vergleich zu Hollywood-Filmen niedrig, doch für diese wenigen Sekunden wo das Alien zu sehen war, hätte man vermutlich auch externe Spezialisten engagieren können. Fazit: Schwache Figuren, schlechte Dialoge und damit ein sehr bescheiden realisierter Alien-Horrorfilm
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih EuroVideo Medien
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.39:1)
Ton Deutsch: DTS-HD Master 5.1
Englisch: DTS-HD Master 5.1
Untertitel Deutsch
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

Keine Extras

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 31.08.21
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