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Inhalt |
Nachdem eine gewaltige Sonneneruption in der östlichen Hemisphäre der Erde eine flächendeckende Zerstörung hinterliess, blieben in Europa Gegenstände von grossem Wert verschollen zurück. In dieser postapokalyptischen Welt begibt sich der wortkarge Schatzsucher und ehemalige Soldat Jake (Dave Bautista) auf die Suche nach verbliebenen, wertvollen Objekten aus der alten Welt, um sie für seinen mächtigen Klienten, König August (Samuel L. Jackson), zu bergen. Bei Jakes aktueller Mission tut er sich mit der Freiheitskämpferin Drea (Olga Kurylenko) zusammen - und es geht dabei um nichts weniger als die Mona Lisa. |
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| Originaltitel |
Afterburn |
| Produktionsjahr |
2025 |
| Genre |
Action |
| Laufzeit |
ca. 102 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 16 Jahren |
| Regie |
J.J. Perry |
| Darsteller |
Dave Bautista, Tom Tidiman, Phil Zimmerman, Olga Kurylenko, Samuel L. Jackson |
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Kritik |
'Afterburn' ist ein postapokalyptischer Actionfilm, der weniger an klassischem Endzeit-Pathos interessiert ist als an rauem Abenteuerkino. Regisseur J.J. Perry, bislang vor allem als Stunt-Koordinator bekannt, setzt auf körperliche Präsenz, handgemachte Action und ein schnörkelloses Erzähltempo. Die Welt des Films ist nach einer globalen Katastrophe politisch und technologisch fragmentiert, Relikte der Vergangenheit sind zur begehrten Ware geworden. Im Zentrum steht ein abgebrühter Einzelgänger, gespielt von Dave Bautista, der als Söldner wertvolle Artefakte aus gefährlichen Zonen beschafft. Bautista verleiht der Figur die ihm eigene Mischung aus physischer Wucht und lakonischer Ruhe. Sein Protagonist ist kein klassischer Held, sondern ein Überlebender, der sich pragmatisch durch eine moralisch ausgedünnte Welt bewegt. Das Drehbuch bleibt dabei bewusst einfach: Auftrag, Komplikationen, Verrat und Eskalation bilden die narrative Grundlage. Die Inszenierung setzt klar auf Bewegung. Schusswechsel, Nahkämpfe und Verfolgungen sind übersichtlich choreografiert und verzichten auf überladenen Schnitt. Statt digitaler Überwältigung dominieren Staub, Hitze und Stahl. Die postapokalyptische Kulisse wirkt funktional, wenn auch nicht besonders originell. Atmosphärisch erinnert der Film eher an ein Videospiel-Setting als an eine tief ausgearbeitete Zukunftsvision. Darstellerisch trägt Bautista den Film souverän, während die Nebenrollen archetypisch bleiben. Emotionale Tiefe wird nur punktuell angedeutet, etwa wenn Loyalität und Eigennutz aufeinandertreffen. Hier verschenkt 'Afterburn' Potenzial, entscheidet sich aber konsequent für Genre-Klarheit statt Ambivalenz. So ist 'Afterburn' ein geradliniger Actionfilm, der weiss, was er sein will: Laut, robust und direkt. Inhaltlich bleibt er aber sehr oberflächlich. Ein solider Actionthriller mit einzelnen, starken Momenten, dem jedoch Mut und Profil fehlen! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 30.01.26 Unser Wertungssystem
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