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Passport to Paris



Release:
21. April 2006

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Kurzkritik:
Wer die Wahl hat zwischen einem Dokumentarfilm über Paris oder der Komödie 'Zwillinge verliebt in Paris', wird sich schwer tun. Die Aufnahmen von Paris sind durchaus gelungen und präsentieren die Stadt der Liebe in einem wunderschönen Licht. Die Story allerdings ist mehr als ausbaufähig und auch die Schauspieler (besonders die beiden Franzosenjungen) sind noch weit, weit von einer Oscar-Nominierung entfernt. Leider kann die DVD (ohne Bonusmaterial) auch technisch nicht überzeugen.







Inhaltsangabe

Als die Zwillinge Melanie (Mary-Kate Olsen) und Allison (Ashley Olsen) in Paris ihren Grossvater (Peter White) besuchen gehen, verlieben sie sich in Frankreich - und verknallen sich auch Hals über Kopf in die beiden zwei jungen Franzosen Jean (Brocker Way) und Michel (Ethan Peck)! Per Motorroller erkunden sie die Sehenswürdigkeiten der Stadt, lernen neue Freunde kennen und entwischen immer wieder ihrem verklemmten Aufpasser Jeremy Bluff (Matt Winston). Vom Shopping in französischen Boutiquen über die Geheimnisse von Notre Dame bis zum noblen Abendessen über den Dächern von Paris erleben die beiden herrlich komische Eskapaden. Doch dass letzteres Ereignis ihnen zum Verhängnis wird, hätten wohl beide gewitzten Zwillinge nicht gedacht.



Kritik

Klares Ziel dieser Komödie ist es, den amerikanischen Teenagern Paris näher zu bringen und ihnen zu zeigen, wie schön es doch in Europa ist. Dieser Faktor ist Alan Metter auch durchaus gelungen mit ’Zwillinge in Paris’. Mehr aber allerdings nicht. Diese Produktion gab anscheinend den Startkick für einige weitere „internationale“ Filme der Olsen Twins. So folgten einige Jahre später ’Top Secret – 2 Plappermäuler in Australien’, ’Verliebt in Rom’ und ’Ein verrückter Tag in New York’. Die beiden Zwillinge sind sozusagen die Botschafter Amerikas wenn es um Filme mit ausländischen Schauplätzen geht. In Paris erleben die beiden jede Menge Action. Leider aber nur auf dem Film… so wie diese Komödie gedreht ist, hätten die Zwillinge auch getrost zuhause vor einer Bluebox sitzen können. Das Louvre, der Eiffelturm oder die Notre-Dame sieht man dauernd nur von aussen oder im Hintergrund bzw. wie die Zwillinge daran vorbeischlendern.

In einer Szene sind die beiden zwar im Louvre drin, jedoch wirkt diese Sequenz wie ein billiges Musikvideo, da das ganze Louvre auf unterstem Niveau der Animationstechnik animiert wurde. Schlichtweg nur peinlich. Erbärmlich sind auch die schauspielerischen Leistungen. Peter White spielt als Grossvater mehr oder weniger sich selber und entwickelt nur bedingt die notwendige Glaubwürdigkeit, dass er der tatsächliche Grossvater der beiden Zwillinge ist. Am schlimmsten jedoch sind die beiden Komparsen…ehm…Nebendarsteller Brocker Way und Ethan Peck, die die Franzosenjungen Jean und Michel mimen. Sie versuchen derart verkrampft französisch zu wirken, dass es ohne Zweifel ins Lächerliche übergeht und man sich bei den beiden Mädels fragt, wieso die Liebe auf den ersten Blick ausgerechnet bei diesen beiden Blödel passieren musste. Mary-Kate und Ashley spielen jedoch wie immer rundum sympathisch und wissen so ihre junge Fangemeinde in den USA zu erweitern.

Die Story von ’Zwillinge verliebt in Paris’ ist ebenfalls auf unterstem Niveau. Der Film fängt so an dass die beiden Schwestern genug von den lokalen Jungs haben, da diese die beiden Zwillinge nicht auseinander halten können (was auch wirklich nicht schwer ist…). So kommt es gerade passend dass die beiden nach Europa zu ihrem Grossvater fliegen können und dort vielleicht L’Amour finden. Wie durch Zauberhand passiert dies sogleich am ersten Tag und wie durch Zauberhand lassen sich die beiden Jungs am nächsten Tag auch wieder auffinden. Matt Winston als Jeremy erfüllt seine Aufgabe anfänglich mit zuwenig Ehrgeiz, mit der Zeit findet man jedoch in seinen Charakter hinein. Auch Brigitte, verkörpert von Yvonne Sciò, das Supermodel (das die ganze Zeit allein umherspaziert und dauernd per Zufall die Zwillinge trifft), wirkt über den ganzen Film hinweg überaus ansprechend. Zusammenfassend kann man sagen dass ’Zwillinge verliebt in Paris’ in den Händen von Parisschwärmern und Romantiker bestimmt nicht falsch aufgehoben ist. Wer aber auf eine unterhaltsame Komödie mit viel Fun aus ist, hat sich den falschen Film ausgesucht.

Die DVD
Bild
Das Bild liegt im gängigen 4:3-Format vor, welches TV-Produktionen auch normalerweise bevorzugen. Besonders auffallend sind auch hier, wie schon bei ’Top Secret’ heikle Nachzieheffekte, die das Bild bei schnellen Kamerafahrten enorm verzerren. Auch kann die Schärfe nicht mithalten da das Bild zu oft von Rauschmustern durchzogen ist und so einen unangenehmen Eindruck hinterlässt. Die Farbgebung ist jedoch gelungen, obwohl der Kontrast zuweilen etwas hell wirkt.
Sound
Von einer TV-Produktion aus dem letzten Jahrzehnt erwartet man bekanntlich (leider) nicht mehr als ein simples 4:3-Format und Stereosound. So ist es nur gerecht wenn man die akustische Leistung von ’Zwillinge in Paris’ als passabel bezeichnet. Mehr Räumlichkeit hätte es nur in wenigen Actionszenen gebraucht. Die Dialoge sind gut verständlich. Die Synchronisation der deutschen Tonspur wirkt, besonders bei den zwei Franzosenjungen, zuweilen ein wenig laut.

Extras
Keine Extras


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Passport to Paris
Genre Komödie
Studio Tapestry Films
Verleih Warner Home Video
Laufzeit ca. 87 Minuten
FSK ab 6 Jahren
Regie Alan Metter
Darsteller Mary-Kate Olsen, Ashley Olsen, Peter White, Matt Winston, Yvonne Sciò
 
Technische Details
Bild 4:3 (1.33:1)
Ton Deutsch: Stereo
Englisch: Stereo
Spanisch: Stereo
Untertitel Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 05.05.06

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