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Robots



Release:
22. September 2005

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Kurzkritik:
'Robots' reicht sicherlich nicht an das Erstlingswerk der Blue Sky Studios heran, ist aber dank vielen witzigen Einfällen und schöne Animation ein Blick wert - insbesondere für solche, die nicht so grossen Wert auf die Story legen. Technisch hat Fox ein tolles Paket abgeliefert, die Extras enttäuschen aber.







Inhaltsangabe

Jeder Mensch hat einen grossen Traum. Und auch jeder Roboter. So etwa Rodney, der es sich zum Ziel gemacht hat, wie sein grosses Roboter-Vorbild Bigweld ein Erfinder zu werden. Denn Bigweld hat es so weit gebracht, dass man gleich eine Stadt nach ihm benannt hat. Immerhin sorgt sich dieser Roboter auch um das Wohlergehen der Armen. Also zieht Rodney los, um vom kleinen Vorstadt-Schrotthaufen in die grosse Metall-Metropole Bigweld-City zu kommen, um dort grossen Erfolg zu feiern. Doch alles kommt anders, als sich Rodney das vorgestellt hat: Bigweld ist verschwunden und jetzt regiert ein profitgieriger Roboter über die Stadt. Gemeinsam mit der Altmetall-Truppe um Roboter Fender herum will Rodney wieder Ordnung in die Stadt bringen...



Kritik

Mit 'Ice Age' haben die Blue Sky Studios einen echten Überraschungshit gelandet, der schon während der Promotion-Zeit dank Nager Scrat Kultstatus erreichte. Der zweite abendfüllende Spielfilm des Studios heisst 'Robots' und versucht diesen Erfolg zu wiederholen - jedoch ohne Glück. Hat man bei 'Ice Age' von Anfang an nicht auf eine spannende Geschichte, sondern auf eine geradlinige Story mit viel Tempo und Witz gesetzt, versucht man es mit dem neuen Film anders: Man will durch eine Komplott-Geschichte Spannung ins Geschehen bringen, was aber misslingt. Denn die Story driftet durch die verschiedenen Gags immer wieder in den Hintergrund und wenn sie dann mal weitergeht, ertappt man sich bei einem "Oh, das gibt's ja auch noch."

Wer dieses Manko grosszügig ignorieren kann, wird mit vielen originellen Ideen und frechen Zitaten auf die Popkultur belohnt. Denn 'Robots' verwendet hemmungslos Anspielungen auf 'Matrix', 'Star Wars' und andere bekannte Filme. Aber nicht nur das: Selbst Britney Spears bekommt ihr Fett weg - und zwar mit einem der besten Gags des Films. Weitere tolle Einfälle beziehen sich dann wieder aufs innovative Roboter-Szenario. Der Gedanke, dass man sein Metall-Kind zuerst selber zusammenbauen und nach und nach upgraden muss, ist ein Zeichen grosser Fantasie. Dank der tollen Animation wirkt das Ganze auch unglaublich echt und gibt weiteren Raum für visuelle Spielereien. An den aktuellen Pixar-Technik-Stand reicht aber 'Robots' nicht heran.

Im Vorfeld zu 'Robots' hat man insbesondere mit dem hochkarätig besetzten Voicecast gelockt: Rodney wird im Original von Ewan McGregor gesprochen, Robin William übernimmt den Part vom durchgeknallten Fender. In weiteren Rollen sind Halle Berry, Jim Broadbent und Mel Brooks zu hören. Die deutsche Version "glänzt" mit Sänger Ben, Bully Herbig, Oliver Kalkoffe und Sarah Conner. Naja, grosse Namen machen im Deutschen noch keine guten Stimmen. Dass ‚Robots’ nicht an den Erfolg von 'Ice Age' heranreichen konnte, hat aber sicherlich nichts mit den Stimmen zu tun. Vielmehr ist es die 08/15igkeit. Dabei hätte man mit Bigweld-City etwas vollkommen Neues geschafft, das wohl so schnell auch keiner nachmachen kann. Aber die Roboter bleiben einfach zu blass, als dass man mit ihnen mitfühlen könnte. Das ist wohl der Fluch von Blechbüchsen…

Die DVD
Bild
Die Farben des Bildes leuchten geradezu und versetzen einen in heitere Stimmung. Auch an der Schärfe und dem Kontrast gibt es nichts zu rütteln. Da hat man die Chance genutzt, das Bild vom PC direkt auf die DVD zu pressen. Nur ein paar kleine Raschmuster in dunklen Sequenzen trüben den Spass minimal.
Sound
Auch hier hat sich Fox ins Zeug gelegt und einen actionreichen Surroundtrack abgeliefert. Viele direktionale Effekte und Geräusche sorgen im Rear-Bereich für Atmosphäre, die Verwendung von Musik und Bass gibt dem Ganzen Tiefe. Selbst die Stimmen der Roboter werden bei Notwendigkeit über die Surroundspeaker wiedergegeben.

Extras
- Audiokommentar
- Tante Fannys Tour hinter den Kulissen
- Stimmen der Roboter
- Musikvideo
- Nicht verwendete Szenen
- 2 Spiele
- 'Ice Age 2'-Teaser
- 'Ice Age 2'-Vorschau

Highlights der DVD sind der Audiokommentar mit viel Hintergrundwissen sowie der Kurzfilm mit Tante Fanny, der einige Lacher bereithält. 'Die Stimmen der Roboter' bezieht sich leider nur auf die deutsche Synchronisation und auch das Musikvideo ist jenes von Sarah Connor mit 'From Zero to Hero'. Die nicht verwendeten Szenen sind erwartungsgemäss unfertig. Propaganda: Die Vorschauen zu 'Ice Age 2', die aber Lust auf Mehr machen.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Robots
Genre Animation
Studio Blue Sky Studios
Verleih 20th Century Fox Home Entertainment
Laufzeit ca. 86 Minuten
FSK unbeschränkt
Regie Chris Wedge
Stimmen (eng.) Ewan McGregor, Robin Williams, Halle Berry, Jim Broadbent, Mel Brooks
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Türkisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Adrian Spring am 22.09.05

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