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Without a Paddle



Release:
16. Juni 2005

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Kurzkritik:
'Trouble ohne Paddel' weiss mit einer sehr abwechslungsreichen und unterhaltsamen Machart zu überzeugen. Die Hauptdarsteller Seth Green, Dax Shepard und Matthew Lillard kann man als „professionelle Blödler“ bezeichnen, die es wissen, die Lachnerven der Zuschauer zu kitzeln. Die Story ist zwar abwechslungsreich, jedoch ein wenig zu anspruchslos und daher spannungsarm und vorhersehbar aufgebaut. Die DVD hingegen kann sich durchaus sehen lassen.







Inhaltsangabe

Drei Jugendfreunde, der Surfer Jerry (Matthew Lillard), der ängstliche Doktor Dan (Seth Green) und der Herumtreiber Tom (Dax Shepard), wollen ihrem verstorbenen Kumpel Billy (Anthony Starr) zu Ehren, zu einer Flussfahrt in Oregon aufbrechen und sich einen gemeinsamen Kindheitstraum erfüllen: Die Suche nach dem Schatz des legendären Räubers und Flugzeugentführers D.B. Cooper. Die Grossstädter bekommen natürlich in der unberührten Wildnis bald allerlei Probleme - mit einem misstrauischen Sheriff, einem liebesbedürftigen Mutterbären und zwei paranoiden Marihuana-Farmern.



Kritik

Roadmovies erwecken immer mehr Beliebtheit. Der Abwechslungsreichtum solcher Filme ist im Vornhinein schon vorbestimmt und macht in jedem Fall Lust auf mehr. So ist es auch bei ’Trouble ohne Paddel’. Der Film beginnt schon sehr kurzweilig mit den Geschichten der vier Hauptdarsteller als Kinder. Bei diesen Szenen denkt man schon: Das kann ja nur heiter werden. Und dies wird es auch. Denn die vier Hauptdarsteller sind dermassen geeignet für ihre jeweiligen Rollen, dass sie selbst in den verherrlichsten Situationen glaubwürdig rüberkommen. Da wäre zum einen der routinierte Seth Green, der den ängstlichen und oftmals panisch reagierenden Doktor Dan spielt. Er ist sozusagen der Vater der drei Kollegen, der nie ernst genommen wird, aber in Wahrheit überhaupt nicht dumm ist. Seine Darbietung ist einfach köstlich und unterhaltend bis in die letzte Filmminute.

Dax Shepard, vielen bekannt aus der MTV-Sendung ’Punk’d’, spielt Tom, der nicht genau weiss was er ist und was er will. Auch dieser Charakter sorgt für viele Lacher, sowie Matthew Lillard (bekannt aus ’Scoobie Doo’), der den Chaoten Jerry spielt. Dieses Trio kann man getrost als „professionelle Blödler“ bezeichnen. Aus dem Grund dass sie mit Bestimmheit keinen Oscar gewinnen werden, jedoch trotzdem wissen, das Publikum zu unterhalten und doch glaubwürdig zu erscheinen. Auch emotionsgeladene Szenen meistern die Drei problemlos. Der Humor lebt von Situationskomik. Da wäre zum einen ein Bär mit Mutterinstinkten, der beispielsweise der klein geratene Dan mit sich schleppt und als sein Junges bezeichnet. Ebenfalls sorgen die Marihuana-Bauern und der misstrauische Sheriff für viele Lacher, obwohl sie komplett ihrem jeweiligen Klischee entsprechen.

Schwachpunkt dieser Komödie ist leider der zu niedrig angesetzte Anspruch, der schon ziemlich bald für Spannungsarmut sorgt, da die Story für Gewitzte zu vorhersehbar ist. Die Story an und für sich ist zwar abwechslungsreich aufgebaut, aber für Fans von komplexen Komödien eher nicht empfehlenswert. Spannung kommt, wie schon erwähnt auch nur spärlich auf, so dass der Film in den letzten Minuten fast ein wenig langweilig zu werden droht - wären da nicht die kleinen, feinen Highlights wie Hippie-Mädchen die sehr interessant in den Bäumen leben, oder, wie schon erwähnt, die Marihuana-Farmer. Diese klischeehaften Charaktere lassen den Film leben und sorgen dafür, dass Comedy-Fans mit Bestimmtheit auf ihre Kosten kommen.

Die DVD
Bild
Eine sehr angenehme Schärfeleistung und keinerlei auffälligen Spuren von Rauschen und unerwünschtem Rauschen vermitteln einen sehr guten Eindruck der Optik. Das einzig Negative ist die Leistung des Kontrasts. Hier fällt auf, dass besonders dunkle Szenen zu eintönig wirken und optisch quasi verschwinden. Bei hellen Szenen überzeugen jedoch die klaren und satten Farben.
Sound
Das Geschehen spielt sich leider, wie so oft bei Komödien, auf den vorderen drei Speakern ab. Die Actionszenen jedoch, besonders die Schiessereien, überzeugen auf einem ’James Bond’-Standard in Sachen Surround-Effekte. Räumlichkeit entsteht daher nur in solchen Szenen oder bei laut eingespielter Musik, die ebenfalls sehr dynamisch eingesetzt wird.

Extras
- Audiokommentar von Regisseur Steven Brill
- Videokommentar der Darsteller und des Regisseurs
- MTVs ’Making Of’ des Filmes
- 13 zusätzliche Szenen mit optionalem Audiokommentar
- 6 MTV Interstitials
- Kinotrailer

Der Audiokommentar ist ganz ordentlich, wobei der Videokommentar eher überflüssig ist und zu achtzig Prozent nur einem schlichten Audiokommentar entspricht. Das MTV bei den Extras grösstenteils mitgemischt hat, merkt man auf den ersten Blick und lässt die Qualität des Sondermaterials in die Höhe schiessen. So sind die Interstitials (ausführliche TV-Spots) sehr gut abgemischt und geschnitten. Das ’Making Of’ von MTV ist zudem zum Krummlachen und dank solider Machart sehr unterhaltsam.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Without a Paddle
Genre Komödie
Studio Paramount Pictures
Verleih Paramount Home Entertainment
Laufzeit ca. 94 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Steven Brill
Darsteller Seth Green, Dax Shepard, Matthew Lillard, Anthony Starr, Ethan Supple
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch, Englisch (für Hörgeschädgite)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 02.08.05

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