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In die Sonne schauen
von Mascha Schilinski |
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"Ruhiges und sehr sensibles Drama mit starker Atmosphäre, aber leider gelegentlichen Längen!" |
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| Release: 22. Januar 2026 |
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Inhalt |
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. In die Sonne schauen erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen - Alma (Hanna Heckt / 1910er), Erika (Lea Drinda / 1940er), Angelika (Lena Urzendowsky / 1980er) und Nelly (Zoë Baier / 2020er) - deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit - unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. |
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| Originaltitel |
In die Sonne schauen |
| Produktionsjahr |
2025 |
| Genre |
Drama |
| Laufzeit |
ca. 148 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 16 Jahren |
| Regie |
Mascha Schilinski |
| Darsteller |
Hanna Heckt, Lea Drinda, Lena Urzendowsky, Zoë Baier, Susanne Wuest |
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Kritik |
Regisseurin Mascha Schilinski legt mit 'In die Sonne schauen' ein sensibles Drama vor, das sich mit Verlust, Neuanfang und innerer Orientierung beschäftigt. Der Film erzählt leise, beinahe zurückhaltend, und setzt dabei stärker auf Stimmungen als auf klassische dramaturgische Höhepunkte. Im Zentrum stehen vier Frauen, deren Leben nach einschneidenden Erfahrungen aus dem Gleichgewicht geraten ist und die jeweils ihren eigenen Weg der Neuorientierung suchen. Die Handlung entfaltet sich in ruhigen Bildern und konzentriert sich auf kleine, oft unscheinbare Momente, die jedoch viel über die emotionalen Zustände der Frauen verraten. Dabei gelingt es dem Drehbuch, innere Konflikte glaubwürdig nachzuzeichnen, ohne sie explizit ausformulieren zu müssen. Die Inszenierung ist bewusst minimalistisch gehalten: Lange Einstellungen, natürliche Lichtstimmungen und eine reduzierte Kameraarbeit erzeugen eine intime Atmosphäre. Besonders der Einsatz von Landschaft und Licht verleiht dem Film eine poetische Qualität, die den Titel auf visueller Ebene widerspiegelt. Gleichzeitig verlangt dieser ruhige Stil aber auch viel Geduld - nicht jede Szene trägt die gleiche Intensität, wodurch sich gelegentlich Längen einschleichen. Darstellerisch überzeugt der Film durch ein zurückgenommenes Spiel. Die Emotionen werden selten offen gezeigt, sondern vielmehr angedeutet, was den Figuren eine gewisse Authentizität verleiht. Gerade in stillen Momenten entfaltet sich eine spürbare Nähe, die den Film trägt. Trotz seiner Stärken bleibt 'In die Sonne schauen' nicht frei von Schwächen. Die reduzierte Erzählweise führt dazu, dass einige Aspekte unterentwickelt wirken und der emotionale Höhepunkt weniger kraftvoll ausfällt als möglich gewesen wäre. Insgesamt ist der Film aber ein ruhiges, atmosphärisches Drama, das mit seiner sensiblen Inszenierung überzeugt, wenn auch nicht durchgehend die gleiche Intensität erreicht wird. Ruhiges und sehr sensibles Drama mit starker Atmosphäre, aber leider gelegentlichen Längen! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 28.04.26 Unser Wertungssystem
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