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Inhalt |
Die junge Liana (Isabella Gomez) zieht nach dem Tod ihrer Schwester in ein verlassenes Industriegebäude in Los Angeles, um dort neu anzufangen. Doch der Ort hat eine düstere Vergangenheit: Einst wurden dort grausame Morde verübt, die bis heute nachwirken. Gemeinsam mit ihrer Freundin Hazel (Lindsay LaVanchy) und Nadine (Shireen Lai), einer Kollegin aus dem Modeumfeld, beginnt sie die Geschichte des Gebäudes zu untersuchen. Dabei geraten sie in einen Strudel aus Visionen, Halluzinationen und tödlichen Begegnungen mit einer maskierten Gestalt. Je tiefer sie graben, desto stärker verschwimmen Realität und Trauma, bis die Vergangenheit unaufhaltsam zurückkehrt. |
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| Originaltitel |
The Mannequin |
| Produktionsjahr |
2025 |
| Genre |
Horror |
| Laufzeit |
ca. 86 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 6 Jahren |
| Regie |
John Berardo |
| Darsteller |
Isabella Gomez, Krystle Martin, Trevor LaPaglia, Lindsay LaVanchy, Laura Arden |
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Kritik |
'The Mannequin' ist ein atmosphärischer Horror-Mystery-Thriller von Regisseur und Drehbuchautor John Berardo ('Slayed'), der sich in einem ungewöhnlichen Setting zwischen Modewelt, Trauma und übernatürlichem Serienkiller-Mythos bewegt. Im Zentrum steht eine junge Frau, die nach dem Tod ihrer Schwester in einem alten Industriegebäude in Los Angeles landet - einem Ort, der von einer grausamen Vergangenheit als Tatort eines maskierten Mörders überschattet wird. Die Idee: Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich, bis Realität und Spuk kaum noch zu trennen sind. Das Drehbuch arbeitet stark mit klassischem Genre-Material: Ein verfluchter Ort, verdrängte Traumata und eine Gruppe junger Figuren, die schrittweise in einen Strudel aus Gewalt und Visionen geraten. Besonders in der ersten Hälfte überzeugt der Film durch Zurückhaltung, langsamen Spannungsaufbau und eine dichte, fast melancholische Atmosphäre. Allerdings verliert die Handlung im Verlauf etwas an Klarheit. Manche Wendungen wirken konstruiert, und nicht alle Motivationen der Figuren werden sauber ausgearbeitet, was dem Mystery-Aspekt gelegentlich die Schärfe nimmt. Berardo setzt dabei inszenatorisch auf starke Kontraste: Sterile Modeästhetik trifft auf industriellen Verfall, stilisierte Bildkompositionen auf brutale Horror-Einschübe. Besonders die visuelle Gestaltung - inklusive eines auffälligen Schwarzweiss-Prologs mit Farbakzenten - bleibt im Gedächtnis. Auch Sounddesign und Kameraarbeit tragen viel zur unruhigen Grundstimmung bei. Dennoch kippt der Ton gegen Ende etwas in Richtung konventioneller Horrormechanik, wodurch der zuvor aufgebaute psychologische Druck teilweise verloren geht. Schauspielerisch trägt vor allem Isabella Gomez den Film als verletzliche, aber entschlossene Hauptfigur. Lindsay LaVanchy und Shireen Lai ergänzen das Ensemble solide, auch wenn die Figurenzeichnung nicht allen denselben Raum gibt. Insgesamt bleibt 'The Mannequin' ein ambitionierter Indie-Horror: Visuell stark, atmosphärisch dicht, aber erzählerisch nicht immer konsequent genug. Atmosphärischer Horrorfilm mit starkem Look, aber erzählerisch leider sehr unausgeglichen! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 29.05.26 Unser Wertungssystem
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