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King´s Ransom



Release:
21. April 2006

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Kurzkritik:
’Wer entführt Mr. King?’ ist eine äusserst unterhaltsame Komödie mit vielen witzigen Einlagen und gelungener Situationskomik. Anthony Anderson spielt seinen Part sehr sympathisch, wirkt aber zuweilen leider etwas unglaubwürdig. Die Story ist im Allgemeinen für eine Komödie überraschend umfassend und vielschichtig aufgebaut, enthält massig ineinander verwobene Ereignisse und erinnert von der Komplexität her zuteilen an ’Oceans Eleven’. Ein Kompliment an Wayne Conleys erstes Drehbuch.







Inhaltsangabe

Malcolm King (Anthony Anderson) ist der wohl arroganteste und selbstgefälligste Geschäftsmann auf diesem Planeten. Allerdings hat er ein Problem: Seine Ex-Frau Renee (Kellita Smith) ist dabei, ihm das gesamte Vermögen streitig zu machen. Um das zu verhindern, plant er mit Hilfe seiner einfältigen Geliebten Peaches (Regina Hall) und deren Bruder Herb (Charles Q. Murphy), einem ehemaligen Sträfling, seine eigene Entführung. Was Malcolm aber nicht weiss ist, dass sein grandioser Plan gründlich schief zu gehen droht. Denn er ist nicht der einzige, der ihn für ein Millionen Dollar Lösegeld kidnappen will.



Kritik

Exakt ein Jahr nach der Kinopremiere ist nun ’Wer entführt Mr. King?’ auch in unseren Gefilden auf DVD erhältlich. Anthony Anderson ist neben Martin Lawrence und Chris Rock einer der renommiertesten afroamerikanischen Komödianten. Er spielte bereits in ’Romeo must die’, ’Barbershop’, ’Big Mamas Haus’ und de neuesten beiden ’Scary Movie’-Teilen mit. Auch das TV Serien-Geschäft ist ihm nicht unbekannt, wo er bereits bei ’Ally McBeal’, ’Veronica Mars’ oder ’NYPD Blue’ mitgewirkt hat. Schauspieltechnisch würde man ihn auch eher in letztere Kategorie unterordnen. Sein Stil, seine Komik, seine Dialoge – er wirkt immer so als ob er zur Kamera sprechen würde und nicht mit seinem gegenüber. Dies stiehlt zwar einiges an Glaubwürdigkeit und man kann ihn nie ganz so richtig ernst nehmen, doch seine Art wirkt überaus sympathisch und der Zuschauer kann sich mit ihm identifizieren.

Ähnlich verhalten sich auch die anderen Schauspieler: Regina Hall spielt das dumme Püppchen, Nicole Ari Parker die Businessfrau. Beide entsprechen bilderbuchhaft dem Klischee und sorgen so für viele Lacher. Auch Charlie Murphy, der den knallharten Ex-Knasti Herb spielt, entspricht in seiner Rolle ganz und gar dem Klischee. Einzig der „wahre“ Bösewicht Corey, gespielt von Jay Mohr, lässt sich überhaupt nicht in eine Untergruppe einsortieren. Auch seine Art zu spielen ist überaus interessant zu beobachten und als Zuschauer weiss man nie, was er nun als nächstes vorhat. Gut, die alte Grossmutter in seinem Haus ist überflüssig, sorgt aber auch hie und da für einige Lacher. Die Story im Allgemeinen ist für eine Komödie überraschend umfassend und vielschichtig aufgebaut und wirkt von der Komplexität her zuteilen wie eine Kinderversion von ’Oceans Eleven’. An dieser Stelle ein riesiges Kompliment an Drehbuchautor Wayne Conley, der seine Arbeit wirklich gut gemacht hat, für das diese Produktion sein erster Film überhaupt ist. Einzig für die TV-Serie ’Keanen & Kel’ schrieb Conley vor zehn Jahren noch die Skripte.

Richtig abwechslungsreich ist die Geschichte am Anfang und gegen den Schluss. Der Zeitpunkt der Entführung ist genau richtig gewählt. Nicht zu früh und auch nicht zu spät. Das Mittelstück wirkt zuweilen etwas langatmig. Das Beziehungsdelikt zwischen Malcolm King und Peaches wird zu sehr in die Länge gezogen. Dafür kommt leider die Auseinandersetzung bzw. das Zusammenspiel zwischen Herb und Andre (herrlich amüsant: Donald Faison) ein wenig zu kurz. Zusammenfassend kann man behaupten dass ’Wer entführt Mr. King?’ ein unterhaltsames B-Movie ist, welches für eine afroamerikanische Komödie äusserst vielseitig und mit massig gelungener Situationskomik bestückt ist.

Die DVD
Bild
Warner liefert ein solides Bild, welches frei von groben Fehlern ist. Der Kontrast ist sehr gut gelungen und wirkt in hellen, sowie auch in dunklen Sequenzen gleich überzeugend. Auch die Farben sind kräftig und leuchtend und verhelfen zu einer fröhlich lustigen Atmosphäre. Einzig die Schärfe verliert gegen den Hintergrund etwas an Kraft, was sie im Detail jedoch wieder gut macht. Mühsame Nachzieheffekte oder andere Bildverfälschungen trifft man aber glücklicherweise nicht an.
Sound
Der Ton liegt auf zwei Audiospuren dem Zuschauer bereit. Die deutsche Synchronspur wirkt in den Anfangsszenen oftmals ein wenig verfälscht. Dieser Faktor fällt aber gegen Schluss des Filmes gar nicht mehr gross auf und wirkt nicht störend. Hingegen ist besonders die Musik wunderbar klingend und vollkommen dynamisch über alle Speaker verteilt. Selbst in grossen Donnerepen klingt der Sound nicht so kraftgespannt wie in ’Wer entführt Mr. King?’.

Extras
- Audiokommentar von Regisseur Jeff Byrd, Anthony Anderson und Jay Mohr
- Dokumentation: ’Down and Dirty - Hinter den Kulissen’
- Nicht verwendete Szenen
- USA-Kinotrailer

Die Extras sind, wie man es sich von Warner bei B-Movie-Produktionen gewohnt ist, sehr spärlich ausgefallen. Neben dem Audiokommentar von Regisseur Jeff Byrd, Anthony Anderson und Jay Mohr sind noch zweiundzwanzig nicht verwendete Szenen vorhanden in denen auch die verpatzten Szenen mit eingebettet sind. Die Dokumentation ’Down and Dirty’ ist ein ’Hinter den Kulissen’-Bericht von ’Wer entführt Mr. King?’. Dieser dauert rund dreiviertel Stunden und ist sehr abwechslungsreich, unterhaltsam und interessant aufgebaut. Nebst einem Kinotrailer, der keine Untertitel und eine schreckliche Qualität aufweist, ist es aber auch schon am Ende mit dem Bonusmaterial.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel King´s Ransom
Genre Krimi/Komödie
Studio New Line Cinema
Verleih Warner Home Video
Laufzeit ca. 94 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Jeffrey W. Byrd
Darsteller Anthony Anderson, Jay Mohr, Kellita Smith, Nicole Ari Parker, Regina Hall
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.85:1
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Deutsch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 09.05.06

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