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Inhalt |
Der einsame Frankenstein (Christian Bale) reist ins Chicago der 1930er-Jahre, um die geniale Wissenschaftlerin Dr. Euphronius (Annette Bening) zu bitten, eine Gefährtin für ihn zu erschaffen. Die beiden reanimieren eine ermordete junge Frau: "Die Braut" (Jessie Buckley) ist geboren. Doch was sich daraufhin entfaltet, sprengt all ihre Erwartungen: Mord! Besessenheit! Eine entfesselte, radikale Kulturbewegung! Und mitten in diesem Strudel ein geächtetes Paar, verstrickt in eine Romanze, deren heisse Glut zugleich entflammt und zerstört. |
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| Originaltitel |
The Bride! |
| Produktionsjahr |
2026 |
| Genre |
Drama |
| Laufzeit |
ca. 126 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 16 Jahren |
| Regie |
Maggie Gyllenhaal |
| Darsteller |
Jessie Buckley, Christian Bale, Annette Bening, Penélope Cruz, Peter Sarsgaard |
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Kritik |
Kaum ein Universal-Monster wurde so selten neu gedacht wie Frankenstein. Mit 'The Bride!' wagt sich Regisseurin Maggie Gyllenhaal nun an einen Monsterfilm, aus dem eine Mischung aus Gothic-Drama, Musical, Liebesgeschichte und Gesellschaftssatire entstanden ist. Die Handlung verlegt den bekannten Stoff ins Chicago der 1930er-Jahre und rückt die Braut als eigenständige Figur in den Mittelpunkt. Der ambitionierte Genre-Mix verspricht viel, findet jedoch nicht immer zu einer stimmigen Einheit. Das Drehbuch beschäftigt sich mit Identität, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Dabei setzt es stärker auf symbolische Bilder und philosophische Dialoge als auf eine klare Dramaturgie. Zwar bietet die Geschichte interessante Ansätze, verliert sich jedoch immer wieder in Nebenschauplätzen und stilistischen Spielereien. Dadurch gerät der Erzählfluss ins Stocken und die emotionale Bindung zu den Figuren bleibt überraschend oberflächlich. Einige Szenen wirken zudem unnötig ausgedehnt und bremsen das Tempo spürbar. Inszenatorisch überzeugt Maggie Gyllenhaal dagegen mit einer markanten Bildsprache. Ausdrucksstarke Kulissen, aufwendige Kostüme und eine stimmungsvolle Lichtgestaltung verleihen dem Film einen unverwechselbaren Look. Auch die Musical-Elemente sorgen für einzelne eindrucksvolle Momente, wirken im Gesamtbild jedoch nicht immer organisch eingebunden. Oft entsteht der Eindruck, dass die visuelle Gestaltung wichtiger ist als die eigentliche Geschichte... Schauspielerisch liefert Jessie Buckley eine intensive Vorstellung als Braut ab und verleiht ihrer Figur trotz des sperrigen Drehbuchs viel Präsenz. Christian Bale überzeugt ebenfalls, bleibt jedoch hinter seinen Möglichkeiten. Auch Penélope Cruz und Peter Sarsgaard können die erzählerischen Schwächen nicht ausgleichen. 'The Bride!' beeindruckt mit seiner Optik und seinem Mut zum Experiment, verliert sich dabei aber zu oft in seinem eigenen Stil. Am Ende bleibt ein visuell faszinierender Film, dem aber erzählerisch die nötige Balance fehlt. Visuell faszinierend, erzählerisch aber viel zu überladen und emotional nur wenig packend! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 30.06.26 Unser Wertungssystem
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