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Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang
von David Dietl |
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"Sympathische Komödie mit Herz, der jedoch die bissige Satire der literarischen Vorlage fehlt!" |
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| Release: 25. September 2026 |
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Inhalt |
Taxifahrer und Münchner Original Wiggerl (Maximilian Brückner) landet nach einem Autounfall im Himmel - aber statt Bier und Blasmusik gibt's hier nur Soja-Manna und Yoga zu Harfenklängen. Ein Albtraum für den aufmüpfigen bayerischen Dickkopf. Damit im Himmel wieder Ruhe und Frieden einkehrt, schickt man ihn kurzerhand mit einer Mission zurück. Wenn er es schafft sein, Karma-Konto auf Vordermann zu bringen, darf er auf der Erde bleiben. Allerdings ist Wiggerls Tochter Toni (Momo Beier) die Einzige, die ihn jetzt noch sehen und hören kann. Für alle anderen ist er Luft. Seine Bitte, ihm zu helfen, schmettert Toni aber ab. |
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| Originaltitel |
Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang |
| Produktionsjahr |
2026 |
| Genre |
Komödie |
| Laufzeit |
ca. 94 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 6 Jahren |
| Regie |
David Dietl |
| Darsteller |
Maximilian Brückner, Momo Beier, Hannah Herzsprung, Marcel Mohabm, Olli Schulz |
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Kritik |
Was passiert, wenn ein waschechter Münchner Grantler im Himmel landet und dort weder Bier noch Blasmusik findet? Diese Frage stellte bereits Ludwig Thoma in seiner berühmten Satire 'Der Münchner im Himmel' aus dem Jahr 1911 (!). Regisseur David Dietl ('König von Deutschland') greift diese Grundidee auf, verpasst ihr eine moderne Wendung und macht daraus eine Komödie über Familie, Verantwortung und zweite Chancen. Das Ergebnis unterhält, lässt aber den bissigen Witz der Vorlage vermissen. Im Mittelpunkt steht der Taxifahrer Ludwig "Wiggerl" Brunner (Maximilian Brückner), ein Lebenskünstler, der sich lieber durchs Leben schlawinert, als Verantwortung zu übernehmen. Die literarische Vorlage von Ludwig Thoma lebt von ihrer satirischen Überzeichnung des bayerischen Grantlers. Der verstorbene Dienstmann Alois Hingerl bringt mit seinem Gezeter über das himmlische Manna statt Bier sogar den Herrgott zur Verzweiflung und wird zurück ins Hofbräuhaus geschickt. Die Neuinterpretation übernimmt den humorvollen Konflikt zwischen bayerischer Lebensart und himmlischer Ordnung, verlagert den Schwerpunkt aber auf persönliche Reue und familiäre Versöhnung. Das sorgt für emotionale Momente, geht jedoch auf Kosten der satirischen Schärfe. Die Handlung folgt zudem recht vorhersehbaren Mustern. Maximilian Brückner verkörpert den charmanten Hallodri mit viel Spielfreude und bayerischem Charisma. Momo Beier überzeugt als verletzte Tochter, während Hannah Herzsprung als Kathi die familiären Folgen von Wiggerls Verhalten spürbar macht. Auch Olli Schulz als überforderter Schutzengel und Ina Müller als Gott (!) sorgen für humorvolle Akzente. Die Inszenierung bleibt leichtfüssig und sympathisch, wagt aber wenig Überraschendes. 'Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang' ist eine unterhaltsame Familienkomödie mit Herz, die ihre literarische Vorlage allerdings nur lose nutzt. Für bissige Gesellschaftssatire fehlt der Mut, für einen gelungenen Wohlfühlfilm reicht es dennoch. Sympathische Komödie mit Herz, der jedoch die bissige Satire der literarischen Vorlage fehlt! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 29.10.26
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