| Aktuelle Kritiken
|
|
|
|
Mehr...
|
|
|
|
DVD Suche
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

Inhalt |
Die junge Tochter des Journalisten Sam (Jack Reynor) verschwindet während einer Reportage spurlos in der ägyptischen Wüste. Acht Jahre später kehrt das Mädchen völlig unerwartet zu ihren Eltern Sam und Ava (Laia Costa) zurück - scheinbar unverletzt, doch auf unheimliche Weise verändert. Was zunächst wie ein Wunder erscheint, entwickelt sich schon bald zu einem Albtraum. Seltsame Vorfälle häufen sich, während uralte Kräfte zu erwachen scheinen. Gemeinsam mit der Archäologin Amara (May Calamawy) versucht die Familie, das düstere Geheimnis hinter der Rückkehr ihrer Tochter zu entschlüsseln. |
|
|
 |
| Originaltitel |
Lee Cronin's The Mummy |
| Produktionsjahr |
2026 |
| Genre |
Horror |
| Laufzeit |
ca. 134 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 16 Jahren |
| Regie |
Lee Cronin |
| Darsteller |
Jack Reynor, Laia Costa, May Calamawy, Natalie Grace, Verónica Falcón |
|
|
| |
|
|
Kritik |
Seit 'Die Mumie' (1932) zählt die Mumie zu den ikonischen Filmmonstern des Horrorkinos. Während die Universal-Klassiker auf gotischen Grusel setzten und Brendan Fraser die Reihe Ende der 1990er-Jahre mit einer Mischung aus Abenteuer, Humor und Fantasy neu belebte, schlägt Regisseur Lee Cronin einen völlig anderen Weg ein. Nach 'Evil Dead Rise' präsentiert er eine kompromisslose Neuinterpretation, die den Fokus auf Body Horror und familiäre Tragödien legt - weit entfernt vom leichtfüssigen Abenteuer früherer Mumien-Filme. Das Drehbuch erzählt von einer Familie, deren Tochter Jahre nach ihrem Verschwinden aus der ägyptischen Wüste zurückkehrt. Aus der vermeintlichen Wiedervereinigung entwickelt sich ein Albtraum, der uralte Flüche mit Body Horror verbindet. Die Idee besitzt durchaus Potenzial, verliert sich jedoch immer wieder in unnötigen Umwegen. Der Spannungsaufbau gerät ins Stocken, die Figuren bleiben überraschend oberflächlich und manche Wendungen wirken konstruiert. Gerade im letzten Drittel setzt der Film stärker auf Schockeffekte als auf eine schlüssige Geschichte. Inszenatorisch beweist Lee Cronin erneut sein Talent für verstörende Bilder. Die praktischen Effekte sind hervorragend umgesetzt, das Sounddesign erzeugt permanent Unbehagen und einzelne Szenen gehören zum Intensivsten, was das Genre zuletzt hervorgebracht hat. Gleichzeitig verliert sich der Film in seiner überlangen Laufzeit immer wieder in exzessiven Gore-Momenten, die zwar beeindrucken, aber kaum zur Handlung beitragen. Dadurch bleibt die emotionale Wirkung hinter den visuellen Qualitäten zurück. Schauspielerisch liefern Jack Reynor und Laia Costa solide Leistungen als verzweifelte Eltern. Besonders May Calamawy setzt als Ermittlerin gelungene Akzente, erhält jedoch zu wenig Raum zur Entfaltung. Insgesamt kann das Ensemble die erzählerischen Schwächen nur bedingt auffangen. 'Lee Cronin's The Mummy' ist eine mutige Neuinterpretation, die sich bewusst von ihren berühmten Vorgängern abgrenzt. Fans kompromisslosen Body Horrors kommen auf ihre Kosten, wer jedoch die Balance aus Atmosphäre, Abenteuer und Spannung der früheren Mumie-Filme sucht, dürfte eher enttäuscht werden. Düsterer Mumien-Horror, starke Bilder, aber erzählerische Schwächen - und wenig Tiefe! |
|
|
|

|
© rezensiert von Philipp Fankhauser am 23.07.26 Unser Wertungssystem
Zurück zur vorherigen Seite
|