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Horst Schlämmer sucht das Glück
von Sven Unterwaldt |
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"Horst Schlämmer ist nach wie vor Kult, doch der einst so bissige Humor ist kaum noch zu spüren" |
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| Release: 14. August 2026 |
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Inhalt |
Horst Schlämmer (Hape Kerkeling) hat die Faxen dicke: Die Preise steigen, die Stimmung sinkt, die Kneipen schliessen. Kurzum: Deutschland hat Rücken! Und zwar im Gesicht. Also geht der stellvertretende Chefredakteur vom Grevenbroicher Tagblatt auf eine grosse Reise mit noch grösserem Ziel: Er will den Leuten ihr Lächeln zurückbringen! Doch wie wird man glücklich? Schwere Zeiten verlangen nach klaren Antworten - und weil man die in Grevenbroich nicht finden kann, begibt sich Schlämmer auf die Reise seines Lebens: Durch ganz Deutschland. Er trifft Passanten und Promis, fragt knallhart nach und verliert nie seine Mission aus den Augen: Die Menschen wieder glücklich zu machen! |
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| Originaltitel |
Horst Schlämmer sucht das Glück |
| Produktionsjahr |
2026 |
| Genre |
Komödie |
| Laufzeit |
ca. 93 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 6 Jahren |
| Regie |
Sven Unterwaldt |
| Darsteller |
Hape Kerkeling, Tahnee Schaffarczyk, Meltem Kaptan, Laura Thomas, Eva Habermann |
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Kritik |
Hape Kerkelings Horst Schlämmer gehört zu den bekanntesten deutschen Comedy-Kunstfiguren der 2000er-Jahre. Als stellvertretender Chefredakteur des Grevenbroicher Tagblatts wurde der schnaufende Lokalreporter mit Überbiss, Schuppenfrisur und seinem "Schätzelein!" zum Kult. Nach seinem ersten Kinofilm 'Horst Schlämmer - Isch kandidiere!' im Jahre 2009, der trotz vernichtender Kritiken mehr als 1,3 Millionen Zuschauer ins Kino lockte, kehrt Kerkeling nun nach 17 Jahren erneut in die Rolle zurück. Die Ausgangsidee ist durchaus sympathisch: Schlämmer möchte herausfinden, warum die Deutschen nach den vergangenen Krisenjahren so schlecht gelaunt sind und begibt sich auf eine Reise quer durchs Land. Daraus entwickelt sich allerdings weniger eine zusammenhängende Geschichte als eine Aneinanderreihung von Sketchen und Begegnungen. Das Drehbuch von Claudius Pläging bemüht sich zwar um gesellschaftliche Beobachtungen, bleibt dabei aber meist erstaunlich zahm. Viele Pointen wirken vorhersehbar, manche Gags schlicht überholt. Gerade der anarchische Charme, der die Figur einst auszeichnete, ist nur noch selten zu spüren. Regisseur Sven Unterwaldt setzt auf die Optik einer Mockumentary und lässt Schlämmer durch verschiedene Regionen Deutschlands ziehen. Das Konzept funktioniert punktuell, doch die vermeintliche Spontanität wirkt häufig zu offensichtlich inszeniert. Interessanter sind die zahlreichen prominenten Gastauftritte: Neben Markus Söder und Rainer Maria Woelki tauchen unter anderem Meltem Kaptan, Jochen Busse und Norbert Heisterkamp auf. Besonders Tahnee Schaffarczyk sorgt als fiktive Schauspielerin Gaby Wampel mit ihren herrlich absurden Serienclips für einige der besten Momente des Films. Hape Kerkeling selbst beherrscht seine Kunstfigur natürlich noch immer perfekt. Das Problem ist weniger seine Darstellung als die Frage, ob diese Figur 2026 noch genügend Material für einen ganzen Kinofilm bietet. Aus den kurzen, bissigen TV-Auftritten wird über neunzig Minuten erstaunlich schnell Routine. 'Horst Schlämmer sucht das Glück' lebt daher vor allem von Nostalgie und Kerkelings Charisma. Einige Gastauftritte und einzelne Sketche machen durchaus Spass, insgesamt fehlt es dem Comeback aber an Biss, Tempo und einer wirklich tragfähigen Geschichte. Horst Schlämmer ist nach wie vor Kult, doch der einst so bissige Humor ist kaum noch zu spüren |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 28.08.26
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