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Mâo Hé Lâoshâ: Xîng Pán Qí Yuán
von Zhang Gang |
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"Tom & Jerry im Fantasy-Overkill: Bunt und laut,
aber leider ohne ihren ganz typischen Charme!" |
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| Release: 28. August 2026 |
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Inhalt |
Tom will sich als Security im Museum beweisen, doch ausgerechnet Jerry schleicht sich in die Kompass-Ausstellung. Als Jerry den magischen Kompass entdeckt, jagen sich die beiden durch das gesamte Museum und öffnen versehentlich ein Portal, das sie ins China einer längst vergangenen Ära transportiert. Dort sind gleich zwei Gruppen hinter dem magischen Kompass her: Der Phönix-Meister und seine Helfer brauchen den Kompass, damit der Meister aus seinem Exil in den Himmel zurückkehren kann. Die verwunschene Mega-Ratte und ihr Ratten-Clan haben dagegen viel finsterere Pläne. |
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| Originaltitel |
Mâo Hé Lâoshâ: Xîng Pán Qí Yuán |
| Produktionsjahr |
2025 |
| Genre |
Animation |
| Laufzeit |
ca. 99 Minuten |
| Altersfreigabe |
ab 6 Jahren |
| Regie |
Zhang Gang |
| Stimmen (eng.) |
Eric Bauza, Ben Diskin, Janice Kawaye, Matthew Yang King, A.J. Beckles |
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Kritik |
Seit über 80 Jahren gehören Tom und Jerry zu den Ikonen der Animationsgeschichte. William Hanna und Joseph Barbera machten die ewige Jagd zwischen Katze und Maus mit präzisem Slapstick, anarchischem Humor und nahezu wortloser Situationskomik zum Kult. Nach 'Tom & Jerry - Der Film' (1992) und dem Live-Action-Hybrid 'Tom & Jerry' (2021) folgt mit 'Der verlorene Kompass' nun das dritte Kinoabenteuer - diesmal allerdings mit einer bemerkenswerten Besonderheit: Der Film entstand als chinesisch-amerikanische Koproduktion und wurde massgeblich von chinesischen Animationsstudios entwickelt. Regisseur und Drehbuchautor Gang Zhang arbeitete fünf Jahre an dem Projekt, das Tom und Jerry erstmals in eine chinesische Fantasywelt versetzt. Die Grundidee klingt zunächst durchaus interessant: Bei einer Verfolgungsjagd in einem Museum aktivieren Tom und Jerry einen magischen Kompass und werden ins China einer vergangenen Epoche katapultiert. Dort treffen sie auf Götter, Dämonen, einen Rattenclan und allerlei Wesen aus der chinesischen Mythologie. Der kulturelle Ansatz ist reizvoll, doch das Drehbuch macht daraus leider ein überladenes Fantasyabenteuer, in dem die beiden Titelhelden erstaunlich wenig zu sagen haben. Genau hier liegt das grösste Problem: Tom und Jerry wirken über weite Strecken wie Gaststars in ihrem eigenen Film. Ihre klassischen Katz-und-Maus-Duelle werden von einer generischen Fantasyhandlung verdrängt. Die wenigen gelungenen Slapstick-Momente erinnern zwar daran, warum das Duo einst so beliebt wurde, doch dazwischen dominieren hektische Action, laute Musik und zahllose Nebenfiguren. Selbst die chinesische Mythologie wird eher als überbordendes Spektakel denn als sinnvoll integrierter Bestandteil der Geschichte eingesetzt. Optisch ist der Film durchaus ansprechend: Die Animation ist farbenprächtig und die chinesischen Schauplätze sowie fantastischen Kreaturen sind detailreich gestaltet. Gerade deshalb ist es schade, dass die Inszenierung so häufig in visuellen Overkill ausartet. Technisch ordentlich, emotional und humoristisch jedoch erstaunlich leer. 'Der verlorene Kompass' ist damit eine der enttäuschendsten Kinoadaptionen des Duos. Die chinesische Perspektive hätte eine spannende neue Richtung eröffnen können. Stattdessen bekommt man einen hektischen Fantasyfilm, der zufällig Tom und Jerry als Hauptfiguren verwendet. Für Fans des klassischen Duos ist das schlicht zu wenig. Tom & Jerry im Fantasy-Overkill: Bunt und laut,
aber leider ohne ihren ganz typischen Charme! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 28.08.26
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