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Be Cool



Release:
27. September 2005

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Kurzkritik:
John Travolta ist zurück! Und das cooler denn je! Mit ’Be Cool’ hat ’Schnappt Shorty’ eine würdige Fortsetzung bekommen. Action, viel Komik, eine geschmackvolle Story und vor allem: Das prominenteste Cast seit ’Ocean’s Eleven’. Was sollte da schon schief gehen? Es gibt zwar einige Zeitspannen, die zu ausholend erscheinen da sie Szenen enthalten, die getrost gestrichen hätten werden können. Wenn ’Be Cool’ um zirka zwanzig Minuten gekürzt worden wäre, könnte man ihn verdient als Referenz des modernen Krimis bezeichnen.







Inhaltsangabe

Den Ex-Geldeintreiber Chili Palmer (John Travolta) ziehts ins Musikbusiness. Zusammen mit der eben verwitweten Edie (Uma Thurmann), Leiterin eines Independent-Plattenlabels, will er die knackige Jung-Sängerin Linda Moon (Christina Millian) gross raus bringen. Doch das ist kein leichtes Unterfangen, hat Chili doch jede Menge Ärger am Hals. Russische Gangster ebenso wie gemeingefährliche Promo-Gurus, vor allem aber einen Musikproduzenten namens Sin LaSalle (Cedric The Entertainer), der mit seiner unterbelichteten Gangsta-Sippe stets aufs Begleichen offener Rechnungen von Edies Label pocht.



Kritik

Seit ’Ocean’s Eleven’ ist es leider eine seltenheit geworden, ein beinahe auschliesslich prominentes Cast für einen Film zu verpflichten. Mit ’Be Cool’ ist dies nun Erfolgsregisseur Gary Gray (’Italian Job’) gelungen. John Travolta ist nun wieder zurück und in der Fassung wie wir ihn alle kennen und lieben gelernt haben: Der coole Gangstar, der einen netten und doch stahlharten Eindruck macht. Seine Dialoge sprühen nur so von Coolness und strahlen unglaublich Charakter und Charme aus. Das gleiche Kompliment kann man auch Uma Thurmann geben, die Edie mimt. Ihr Part erfordert ebenso viel Coolness, wie auch Glamour. Ihre Schauspielkunst ist einzigartig und es scheint so als könne sie nur durch ihren Blick Berge versetzen. Auch Cedric The Entertainer als fieser Gangsterboss zog alle Register um seine Rolle glaubhaft und überzeugend darzustellen.

Mit Vince Vaughn als Raji und The Rock als Eliot Wilhelm kommt auch die Komik nicht zu kurz. Ersterer denkt von sich selbst er sei ein Schwarzer und bringt sich so oft mal in schwierige Situationen, die nicht unselten zu einem harten, aber sehr witzigen Ende führen. The Rock als Eliot Wilhelm spielt eine ganz spezielle Rolle: Ein Schwuler der Country-Kitsch singt. Und ob man es glaubt oder nicht: The Rock meistert diese Rolle mit Bravour und man kauft ihm sichtlich all seine Gesten ab. Ob dies wohl an seinem künstlichen Afro liegt? Da es sich um einen Musikfilm geht, dürfen auch Promis aus dieser Sparte nicht fehlen. Ganz vorne mit dabei: Christina Millian. Dieses Mädchen sieht nicht nur umwerfend aus sondern kann auch gut schauspielern und vor allem: Ausgezeichnet Singen. Mit Steven Tyler ist Gary Gray jedoch die Kirsche auf der Torte gelungen. Der Aerosmith-Lead Sänger spielt sich selbst und sorgt so für eine Highlight-Szene nach der anderen.

Ingesamt kann man von ’Be Cool’ sagen, dass eine tolle Komödie entstanden ist, die problemlos als Blockbuster gewertet werden kann. Als Familienfilm ist er dennoch nicht geeignet. Nicht nur der Gewalt wegen, sondern auch anhand der langen, oftmals auch leicht verwirrenden Dialoge. Viele Szenen hätten problemlos gestrichen werden können, da auch ohne diese die Story verstanden worden wäre. In diesem Falle wäre auch mehr Pepp in die ganze Sache gekommen. Denn zwei Stunden Krimi ist selbst für den härtesten Action-Fan eine Schwierigkeit, wenn nicht wie bei anderen Filmen viertelstündige Schiessereien Kurzweil ins Geschehen bringen. Nichtsdestotrotz ist ’Be Cool’ Unterhaltung pur und auf jeden Fall einen Kauf wert.

Die DVD
Bild
Das Bild präsentiert sich sehr sauber und weist keinerlei Verschmutzungen auf. Die ideale Farbgebung harmoniert mit dem Kontrast einwandfrei und verhilft zu einem üppigen Gesamtbild. Die Schärfeleistung ist befriedigend und hat besonders in der Ferne seine Stärken. Ab und zu treten zwar leichte Nachzieheffekte auf, insgesamt ist das Bild jedoch gelungen.
Sound
Für einen Musikfilm ist die musikalische Unterstützung ziemlich mau ausgefallen. Der Film läuft akustisch beinahe nur über die Front-Speaker ab und lässt so jede Spur von Dynamik und Raumklang verschwinden. Ausserdem sind die Schüsse viel zu laut abgemischt und überhaupt nicht auf die anderen Geräusche abgestimmt.

Extras
- Die Entstehung der Featurette ’Be Cool, Be very Cool’
- Gag Reel
- Enfernte Szenen
- Nahaufnahmen
- Musikvideo: ’The Rock als Eliot – Du bist nicht Frau genug, um mir meinen Mann wegzunehmen’
- Original Kinotrailer

Die Extras erfüllen leider überhaupt nicht die Wünsche, die man an eine Special Edition hat. Gag Reel bzw. Outtakes, entfernte Szenen, Musikvideo und Trailer sind Features, die sich auch auf normalen Discs finden lassen. Nicht einmal ein Making Of hat auf der Extra-Disc fürs Bonusmaterial Platz gefunden. Die Entstehung einer Featurette ist zwar sehr interessant anzusehen und auch exotisch, jedoch erwartet man bei einer 2-Disc-Version einer gut besetzten Blockbuster weitaus mehr. Die One-Disc-Variante ist um einiges reicher an Extras.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Be Cool
Genre Actionkomödie
Studio Jersey Films/Double Feature Films
Verleih MGM Home Entertainment
Laufzeit ca. 115 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie F. Gary Gray
Darsteller John Travolta, Uma Thurmann, Vince Vaughn, Dwayne 'The Rock' Johnson, Cedric The Entertainer
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
Italienisch: Dolby Digital 5.1
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Französisch, Holländisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 2
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 26.09.05

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